Ökologie und Marktwirtschaft

März 1, 2008

Warum brauchen wir einen Global Marshall Plan?
Um die Menschheit vor einer globalen Katastrophe zu bewahren.
Die Global Marshall Plan- Initiative ist am 16.5.2003 von 16 NGOs wie Club of Rome, Umweltverbänden, Entwicklungsagenturen etc. gegründet worden, der Sitz der Stiftung ist Hamburg.

Was kann der/die Einzelne tun, um die Millenniumsentwicklungsziele bis 2015 voranzutreiben?
Unsere PolitikerInnen auffordern, die für eine gerechtere Weltordnung eidesstattlich unterzeichnet haben, für deren Einhaltung (inter-)national vehement einzutreten.

Was versteht man unter Nachhaltigkeit?
,,Nachhaltige Entwicklung“ bedeutet, dass den Bedürfnissen der heutigen Generation dergestalt Rechnung getragen werden sollte, damit die Fähigkeit künftiger Generationen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, nicht gefährdet wird. Nachhaltige Entwicklung. ist in einem EU -Vertrag vom 26.6.06 festgelegt, das für alle Politikbereiche und Maßnahmen der EU beispielgebend ist!
Siehe dazu auch ,,Suffizienz“ und ,,Nachhaltige Energie“ von Radermacher.
www.nachhaltigkeit.at

Was versteht man unter ,,Ökologischen Fußabdruck“?
Jene Anbaufläche auf Erden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Standard von Wesen nachhaltig zu ermöglichen, derzeit bezogen auf die gesamte Menschheit, konsumieren wir bereits 1,2 Globusse.
Der/die durchschnittliche ÖsterreicherIn ,,konsumiert“ bereits 2,6 Globusse!
Gemeint ist der ,,Globale Hektar, eine einheitliche Bezugsgröße von Biomasse, die unterschiedliche Fruchtbarkeiten von Böden ausgleicht und die weltweite Produktivität aufzeigt.
(bezogen auf Energie, Nahrungsproduktion, Abbau des erzeugten Abfalls, Abbau und Verhinderung von freigesetzten CO2 etc.)
www.einefueralle.at

Was versteht man unter ,,Brasilianisierung“?
Das Auseinanderklaffen der anteilig Reichen und anteilig Armen der (inter-)nationalen Gesellschaftsstruktur in Richtung fortschreitende Verarmung. Brasilien ist ein Beispiel, das zeigt wie der Mittelstand verarmt und die Kluft arm/reich weiter aufgeht, die Welt insgesamt ist noch viel ärmer!
,,Equity“ = Gleichheit als Faktor zwischen der Nord- und Südhalbkugel beträgt derzeit 12,5%,
d. h. 20% der Weltbevölkerung besitzt 80% der BSP, also ein Pro-Kopf-Verhältnis von 16:1.
Der Global Marshall Plan sieht bis zum Jahr 2100 einen zu erreichenden Equity-Faktor von 50% vor, also ein Pro-Kopf-Verhältnis von 2:1
Auch im den reichen Ländern des Nordens schreitet die Brasilianisierung rasch fort, die Schere geht auf!

Das Thema Standortwettbewerb sei auch als erhebliches Druckmittel des neoliberalen Kapitalismus gegenüber den nationalen Regierungen erwähnt. Das Spiel mit den Arbeitskräften und deren Entlohnung wird von den mächtigen Wirtschaftsbonzen hochgekocht!

Kostenwahrheit und Ökologisierung des Steuersystems
Ökologisierung heißt, dass die verursachende Wirtschaft für ihre Umweltschäden und ihre Ressourcenausbeutung zur Kassa gebeten wird. Eine Lenkungswirkung ist umso effizienter, je früher ein Umweltaufschlag in der Produktionskette ansetzt.
Das Kosten- Mitweltbewusstsein entsteht dann beim Produzenten und nicht erst beim Konsumenten!
Damit werden neue CO2 neutrale, biologisch sinnvolle Wirtschaftszweige wachsen können, nicht zuletzt auch Umwelttechnologie, Energieeffizienzleister etc.
Gleichzeitig muss der Faktor Arbeit, der Mensch steuerlich entlastet werden.
Für einen neuen, alternativen Wohlstandsfaktor, weg vom Geldwertdenken und Billigkonsum, hin zum Index für menschliche Entwicklung – HDI – wären dann Wege offen!

Was bedeutet ,,Global Governance“
Das nötige Minimum an globaler Kooperation von Nationalstaaten, um globale Probleme wie den Treibhauseffekt oder Steuerflucht etc. zu lösen.
Der Nabel von Global Governance ist die UNO mit ihren Strukturen, wenn es gelingt die Machtungleichgewichte zwischen Nationalstaaten hintan zu halten.
Fakt ist leider derzeit, dass USA und EU bilaterale Abkommen schließen, siehe z.B. GATTS, die neokoloniale Züge tragen, die einem Multilateralismus weichen müssen. Denn Global Governance ist letztlich eine Überlebensfrage der Menschheit.

Warum fühlt sich der/die Einzelne so ohnmächtig in seinen/ihren Aktionen?
Weil er/sie sich der Kraft des Handelns, der Gesetze der Affinität, die der übergreifenden, morphogenetischen Feldenergien und der kollektiven Verantwortung nicht ausreichend bewusst ist.
Solidarität zu bekunden kann ansteckend sein und kann einen kritischen Schwellenwert erzeugen, der für einen umfassenden Bewusstseinswandel die Basis bereitstellen kann !
Die Welt ist ein einheitliches Ganzes!

Warum ,,Öko-soziale Marktwirtschaft statt Marktfundamentalismus
Weil es ohne Handlungsschranken und wirtschaftspolitische Steuerungsmechanismen zu rasch fortschreitenden Ressourcendiktaten mächtiger Politlobbies führen wird mit dem Ergebnis, dass strategische Wirtschaftsmächte sich die Ressourcen für Energie, Landwirtschaft, Wasser etc. einverleiben, was zwangsläufig ein weltweites Chaos auslösen würde.

Ohne weltpolitische Übereinkunft ist der Globus für Menschen ohnehin nicht mehr zu retten, also muss der Nord-Süddialog im Sinne der Millenniumsziele, der Global Marshall Plan Initiative, der UNO mit seinen Unterorganisationen, rasch und umfassend begonnen werden.
Dazu müssen die Märkte reglementiert werden, eine neue ökologisierte Werteskala auf alle Konsum- und Investitionsgüter erstellt werden, die Steueroasen konsequent geschlossen werden und ein auf den Klimaschutz abgestelltes Steuersystem weltweit eingeführt werden.
Und noch vieles andere mehr an unseligen Verbrechen an der Mutter Erde gehörte eliminiert!

Schlussbetrachtung
Durch die Erkenntnisse der Quantenphysik und der Ablösung des mechanistischen Prinzips durch das holistische Paradigma müsste auch die durch den Marktfundamentalismus induzierte Dualität in ein anders Licht gerückt werden.
Das durch falsche Wahrnehmung, Unwissenheit über die Zusammenhänge erzeugte Aug um Aug und Zahn um Zahn Dilemma, hat eine karmische Dimension in der Beziehung der Menschheit zu ihrer Mutter Erde erzeugt.


Allgemeine Einführung in den Global Marshall Plan

Februar 8, 2008

Eine allgemeine Einführung in den Global Marshall Plan bietet folgendes Video, auf dem F.J. Radermacher spricht


Eine Welt für Morgen

Februar 4, 2008

Warum ist der Global Marshall Plan überhaupt notwendig? Was hat die UNO und WTO für eine Rolle?

Diese Fragen und mehr erklärt der einfach gehaltene Folder mit dem Namen Eine Welt für Morgen 


9 Schritte zu einer besseren Welt

Februar 2, 2008

Wie kann jeder und jede Einzelne die Welt ein Stück weit besser machen?
Das Buddhistische Zentrum Salzburg hat dazu 9 Vorschläge.

  1. Bewusstsein schaffen – Ökologischen Fußabdruck beachten
    Die zentrale These der Global Marshall Plan Initiative lautet, dass Verstehen und Aufklärung und das Begreifen von Problemen, Lösungsansätzen und Zusammenhängen entscheidende Themen sind. ,,Bin ich mir meines ökologischen Handelns bewusst?“
  2. NewsLetter abbonieren und Neues verbreiten
    Die Global Marshall Plan Initiative bietet unter www.globalmarshallplan.org
    einen kostenlosen monatlichen NewsLetter an. Dort findet man viele wichtige Hinweise, die man weiter tragen und als Argumente gegenüber Dritten nutzen kann.
  3. Selber besser verstehen – Globales Denken – Lokales Handeln!
    Ganz wichtig ist es, sich ständig weiterzuentwickeln und die Verhältnisse immer besser zu verstehen. Das ist eine Sisyphusarbeit ohne Ende, aber es lohnt sich, auch für jeden persönlich.
  4. Aneignung von Kenntnissen über die EU
    Jeder Interessierte sollte sich klarmachen, dass und wie übernationale Entscheidungen, insbesondere auf Ebene der EU, Auswirkungen auf viele Lebensbereiche haben. Dies als Einstieg in ein besseres Globalisierungsverständnis.
  5. Eigenes Kaufverhalten ändern- ,,Fair Trade“ statt ,,Free Trade“
    Jeder einzelne Mensch kann bei seinem eigenen Tun aktiv werden. Er kann z. B. eigene Konsumgewohnheiten ändern, d. h. stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, einkaufen.
  6. Nachhaltige Geldanlagen
    Jeder, der über Geld verfügt, kann es geeignet anlegen, z. B. als Investor bei entsprechenden, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Fonds.
  7. Bei einschlägigen NGOs mitmachen
    Man kann bei einer Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aktiv werden und sich engagieren, z. B. gegen Menschenrechtsverletzungen, für Hungerhilfe, für Armutsbekämpfung, für soziale Gerechtigkeit, gegen inflationäre Demokratiedefizite, für eine gerechte EU, …
  8. Sich im Rahmen der Lokalen Agenda 21 engagieren
    Die Lokale Agenda 21 bildet einen wichtigen Umsetzungsmechanismus der Weltkonferenz von Rio im Jahr 1992. Sie aktiviert Menschen vor Ort, sich in vielfältige Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung in der eigenen Wohngemeinde einzubringen.
  9. Aktive Beteiligung beim GMP- eine Welt in Balance ist möglich
    Jeder kann direkt beim Global Marshall Plan mitmachen, z. B. – Spenden leisten
    - sich einer Lokalgruppe anschließen oder eine Lokalgruppe gründen
    - das eigene Berufs- und Lebensumfeld mit der Thematik beackern
    - das Thema in seiner Gemeinde vorstellen, Leserbriefe schreiben

,,Nichts auf der Welt ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“. Victor Hugo


Rabbi Michael Lerner

Januar 29, 2008

Ein interessantes kurzes Video warum der Rabbi Michael Lerner den Global Marshall Plan wichtig findet.